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Die ökonomische Krise als Chance für einen Neuanfang Europaweit sind wir täglich mit einer weiteren, regional ungleich verteilten Zunahme der Massenarbeitslosigkeit, der Verarmung, der ökologischen Schädigung konfrontiert. Der Niedergang einzelner industrieller Branchen weitet sich auf ganze Städte, Gemeinden und Regionen aus. Die Krisenprozesse unterscheiden sich von Land zu Land im Ausgangsniveau, im Tempo und in den historisch-politischen Umständen, nicht aber in ihrer Grundstruktur. Wir sprechen von einer gespaltenen Ökonomie - gespalten in Wohlstandszonen und Krisenregionen. Die mit der Krise verbundene Desintegration aus - bisher oft als unumstößlich oder übermächtig angesehenen - Verflechtungszusammenhängen kann zugleich aber als Chance für einen Neuanfang begriffen werden. Dafür ist ein Perspektivwechsel notwendig, weg von der herrschenden, exogen orientierten Entwicklungsphilosophie hin zu eigenständigeren Strategien ökonomischer Selbsthilfe und lokaler Entwicklung. Was bereits in den Krisenregionen Europas an originellen Ideen und Formen ökonomischer Selbsthilfe entstanden ist, ist mehr als eine Notlösung, denn es finden sich hier positive, zukunftsorientierte Entwürfe, die als Keime einer neuen, gemeinwesenorientierten und solidarischen Ökonomie dienen. |
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